Schweizer Franken – eine Prognose

Viele Anleger und Geschäftsleute interessiert die Frage, wie die Prognose für die Entwicklung des Schweizer Frankens im Jahr 2013 aussieht. Viele Entscheidungen werden davon abhängen, wie sich der Schweizer Franken im Vergleich zum Euro entwickeln wird.

Aussagen der Bayerischen Landesbank (BayernLB) sind vielversprechend für den Euro. Devisenexperten rechnen bis Mitte des Jahres 2013 mit einem Anstieg des Eurokurses auf 1,2400 Schweizer Franken und sehen eine Aufwertung der Gemeinschaftswährung voraus. Als Gründe hierfür wird eine rückläufige Risikoaversion in Kombination mit der allmählichen Bewältigung der Staatsschuldenkrise angegeben.

Im Juli 2012 wird der Eurokurs bei 1,2010 Schweizer Franken notiert und liegt damit in direkter Nähe zum Mindestkurs. Dieser wurde von der Schweizer Nationalbank im Herbst 2011 auf exakt 1,2000 festgelegt. Das Devisenpaar konnte zwar im letzten Quartal 2011 mehrfach über die Schallgrenze von EUR/CHF 1,2400 klettern, brach dann jedoch jedes Mal wieder ein und musste sich mit der Zunahme der Schuldenkrise geschlagen geben.

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Die Analyse und Prognose des Präsidenten der Schweizer Nationalbank, Thomas Jordan ergibt, dass der „faire Wert“ deutlich oberhalb des Mindestkurses liege. Im Gespräch mit der Zeitung „Handelsblatt“ fuhr Jordan fort, dass die Schweizer Währung mit 1,20 CHF für den Euro immer noch eine „sehr stark bewertete“ Währung sei.
Gegenüber dem „SonntagsBlick“ äußerte Jordan, dass der Mindestkurs konsequent durchgesetzt werden solle, da der Tatbeweis inzwischen erbracht sei. Nun sei für alle klar, dass man bereit sei, am Devisenmarkt zu agieren, wenn nötig. Der Kurs variiere und könne sich daher oberhalb von 1,20 Schweizer Franken frei bewegen. In nächster Zeit gäbe es keine Alternative zu diesem Mindestkurs, was bereits breite Kreise in der Politik und Wirtschaft erkannt hätten.

Es ist der Nationalbank in der Schweiz theoretisch möglich, so viel Franken zu drucken, wie sie möchte. Aus diesem Grund erscheinen entsprechende CHF Prognosen, die sich unterhalb dieses Mindestkurses befinden, als waghalsig. Eine Wechselkursentwicklung des Euro auf 1,1000 Schweizer Franken bis Ende des letzten Quartals 2012 wird hingegen von der US-Bank Morgan Stanley prognostiziert. Diese erwartet, dass die Schweizer Nationalbank diese Mindestgrenze auf absehbare Zeit nicht mehr halten könne.